Mittwoch, August 15, 2018

Breadcrumbs

Meichtry startet am Kurzbahn-Weltcup in Singapur

(pbk) Dominik Meichtry bestreitet an diesem Wochenende seinen ersten Wettkampf seit den Europameisterschaften in Budapest im August. Meichtry startet am Fina Kurzbahn-Weltcup in Singapur über 200 und 400 Meter Freistil.

Results FINA / ARENA Swimming World Cup Singapore, Singapore (October 16th - 17th 2010)

EM 2010 Budapest: Wieder fitter Meichtry mit Landesrekord über 100 m Delfin

Bernard weiterhin Europas Sprintkönig

von Valentin Oetterli, Budapest

(VO) Zwei Tage nach der Enttäuschung im EM-Final über 200 m Crawl sorgte Dominik Meichtry über die von ihm selten geschwommenen 100 m Delfin für den ersten Schweizer Rekord in Budapest. Ivana Gabrilo verpasste über 50 m Rücken die Halbfinals um 0,02 Sekunden.

Europas König der Crawl-Sprinter heisst weiterhin Alain Bernard. Der Franzose triumphierte über 100 m in 48,49 und blieb um drei Hundertstel vor Jewgeni Lagunow (Russ).

Dominik Meichtry gelang in seinem letzten Einsatz in der ungarischen Hauptstadt ein versöhnlicher EM-Abschluss, nachdem er am Dienstag und Mittwoch in seiner Paradedisziplin wegen einer Magenverstimmung geschwächt hatte antreten müssen und sich über den 7. Platz enttäuscht gezeigt hatte.

"Das tut schon weh, wenn man so lange auf ein Ziel hinarbeitet und dann nicht ganz fit antreten kann. Aber ich wusste, dass ich in guter Form bin. Nun konnte ich das immerhin über die Delfin-Strecke noch zeigen", so Meichtry. Der St. Galler verbesserte in 53,64 die Bestmarke des Westschweizers Damien Courtois, der vor zwei Jahren in Genf gleich zwei (!) High-Tech-Anzüge übereinander getragen hatte, um 0,25 Sekunden. Als 23. fehlten dem Crawl-Spezialisten Meichtry nur 15 Hundertstel zum Überstehen der Vorläufe. "Die Halbfinal-Teilnahme wäre natürlich toll gewesen. Schade, dass es nicht geklappt hat."

Nächstes Ziel Kurzbahn-WM

Meichtry, der die nächste Woche im Elternhaus in Rorschacherberg verbringen wird, gönnt sich nun zehn Tage Trainingspause, ehe er wieder nach Kalifornien zurückfliegt. Der 25-jährige St. Galler wird das Training in Los Angeles gleich wieder aufzunehmen, da "schon in vier Monaten die nächsten Weltmeisterschaften im Programm stehen". Meichtry will zunächst im Oktober in Asien an ein paar Kurzbahn-Weltcupmeetings teilnehmen und dann Mitte Dezember in Dubai die Kurzbahn-WM bestreiten. Auf die nur drei Wochen vorher stattfindenden kontinentalen Titelkämpfe im 25-m-Becken in Eindhoven verzichtet er hingegen.

Gabrilos schlechter Anschlag

Ärgern musste sich Ivana Gabrilo nach ihrem Einsatz über 50 m Rücken. Die 26-jährige Tessinerin klassierte sich in 29,69 im 18. Rang und verpasste den Einzug in die Halbfinals nur um zwei Hundertstel -- ihre persönliche Saisonbestleistung von 29,66 hätte hingegen ausgereicht. "Der Anschlag war ganz schlecht", wusste Gabrilo ganz genau, wo sie die Qualifikation für die Top 16 vergeben hatte.

Gabrilos Geschichte ist insofern bemerkenswert, als dass sie ganz jung an die nationale Spitze aufstieg und in den Jahren 2000 und 2001 an Europa- und Weltmeisterschaften dabei war. Sie musste danach wegen einer Krankheit aufhören und legte insgesamt eine Pause von fast sechs Jahren ein, ehe sie 2008 zum Spitzensport zurückfand. Nun plant die Tessinerin bis zu den Olympischen Spielen 2012. "Wenn ich nach London will, muss ich mehr trainieren", ist sich Gabrilo bewusst, dass ihre stärkste Disziplin 50 m Rücken nicht-olympisch sind.

Die Neuenburgerin Iris Matthey (22), die nach den Open-Water-Wettkämpfen von letzter Woche im Balaton-See ein Zusatzrennen im 50-m-Becken bestreiten durfte, verpasste über 1500 m Crawl in 17:11,93 ihre persönliche Bestzeit um als 20 Sekunden. Für die Finalqualifikation wären 16:31,45 nötig gewesen.

Zweimal Gold für Frankreich

Die mit Spannung erwartete Entscheidung in der Königsdisziplin 100 m Crawl fiel äusserst knapp aus. Alain Bernard behielt in eher mediokren 48,49 leicht überraschend die Oberhand. Hinter dem Olympiasieger, Europarekordhalter und Titelverteidiger aus Frankreich klassierten sich innerhalb eines Zehntels der Russe Jewgeni Lagunow und der Franzose William Meynard.

Bernard hatte nach 50 m als Erster gewendet und dann auf der zweiten Bahnlänge dem Ansturm von Lagunow, der nach 48,38 im Halbfinal als Favorit galt, standhalten können. "Vor dem Vorlauf und dem Halbfinal war ich sehr gespannt, überraschenderweise vor dem Final gar nicht. Es war ein enger Final, doch manchmal braucht man zum Gewinnen eben auch Glück", so der 27-jährige Südfranzose, dem die Erleichterung über den Sieg gut anzusehen war. Seit seinem kometenhaften Aufstieg im Jahr 2008 war ihm immer wieder vorgehalten worden, dass er seine Erfolge und Zeiten nur dank dem Ganzkörperanzug erreicht habe.

Auch über 800 m Crawl kam der Sieger aus Frankreich. Sébastien Rouault überholte auf der letzten Bahnlänge noch den zuvor führenden Deutschen Christian Kubusch und sicherte sich wie über 1500 m Gold. "Das ist super, diese zweite Goldmedaille ist wie ein Bonus", so Rouault, der in 7:48,28 französischen Rekord schwamm. Kubusch sorgte in 7:49,12 ebenfalls für eine nationale Bestleistung -- die erste (ohne Staffeln) für Deutschland seit dem Verbot der Auftrieb verleihenden Anzüge.

Gold bei den Frauen ging am fünften Finalabend in der ungarischen Hauptstadt an die Russin Anastasia Tschaun (über 200 m Brust) und die Schwedin Sarah Sjöström (100 m Delfin).

Resultats 30th LEN European Swimming Championships 2010 Budapest, Hungary (August 9 - 15, 2010)

EM 2010 Budapest: Meichtrys kurzfristiger Verzicht über 100 m Crawl

Goldener Abend für Gastgeber Ungarn

von Valentin Oetterli, Budapest

(VO) Der vierte Finalabend an der Langbahn-EM in Budapest gehörte ganz dem Gastgeber Ungarn, der durch Katinka Hosszu (200 m Lagen), Daniel Gyurta (200 m Brust) sowie die 4x200-m-Crawlstaffel der Frauen gleich dreimal Gold gewann.

Aus Schweizer Sicht verlief der gestrige Wettkampftag ruhiger als geplant. Der müde 200-m-Finalist Dominik Meichtry verzichtete über 100 m Crawl auf den Start, Martina van Berkel schied im Vorlauf über 100 m Delfin aus (29.).

Emotionaler Höhepunkt gestern in Budapest war das abschliessende Staffelrennen, das im Duell Ungarn gegen Frankreich gipfelte. Bei der letzten Wende nach 750 m führte noch die französische Schlussschwimmerin Camille Muffat, ehe sich Evelyn Verraszto unter dem ohrenbetäubenden Jubel des Heimpublikums auf den letzten 50 m noch um zwei Zehntel durchsetzen konnte.

Eine Stunde zuvor hatte Verraszto über 200 m Lagen noch das schlechtere Ende für sich behalten, als beim Anschlag ihre Landsfrau Katinka Hosszu um die Winzigkeit von einem Hundertstel vorne lag. "Ich wünschte, Evelyn hätte gleichzeitig mit mir angeschlagen, dann hätten wir beide Gold", so Hosszu, die wie Meichtry beim renommierten Amerikaner Dave Salo in Los Angeles trainiert.

Wie Verraszto und Hosszu ist der Brust-Spezialist Daniel Gyurta ebenfalls erst 21 Jahre alt und hat mit London 2012 das gleiche Fernziel. "Ich bin nun Welt- und Europameister, damit ist klar, dass ich nun den Olympiasieg anstrebe. Ich bin auf gutem Weg", befand Gyurta, der 2004 in Athen als 15-Jähriger sensationell hinter dem Japaner Kosuke Kitajima Silber über 200 m Brust gewann.

Briten und Franzosen stark

Auf gutem Kurs im Hinblick auf die Olympischen Spiele in der Heimat befinden sich auch die Briten, die nach Gemma Spofforths Gold über 100 m Rücken schon je viermal Gold, Silber und Bronze gewonnen haben. Damit hat Grossbritannien bereits nach 21 von 40 Pool-Entscheidungen so erfolgreich wie noch nie an kontinentalen Titelkämpfen abgeschnitten. Der Medaillen-Feldzug der Briten ist umso bemerkenswerter, als für sie nicht die EM in Budapest, sondern vielmehr die Commonwealth Games in Delhi im Oktober der wichtigste Wettkampf des Jahres darstellen.

Knapp führend im Medaillenspiegel ist Frankreich mit 4 Gold-, 6 Silber- und 2 Bronzemedaillen. Für die "Grande Nation" holte gestern Camille Lacourt nach dem Titel über 100 m auch denjenigen über 50 m Rücken. In 24,07 verpasste der 25-jährige Stilist den Weltrekord nur um 0,03 Sekunden. Auf dem 3. Platz in der Overall-Wertung liegt Gastgeber Ungarn (4/2/2). Insgesamt 17 Nationen sicherten sich bisher in Budapest mindestens eine Medaille.

Die weiteren Goldmedaillen am Donnerstag gingen an den Polen Pawel Korzeniowski (200 m Delfin) sowie Lotte Friis. Die Dänin gewann über 800 m Crawl in 8:23,27. Die nach den Olympischen Spielen in Peking zurückgetretene Tessinerin Flavia Rigamonti hätte mit ihrer persönlichen Rekordmarke (8:25,59) in Budapest nur den 5. Platz belegt.

Startverzicht von Meichtry

Am Tag nach seinem 7. Platz im EM-Final über 200 m Crawl ging Dominik Meichtry über 100 m nicht an den Start. Nach überstandener Magenverstimmung und drei kräfteraubenden Rennen über 200 m verzichtete der St. Galler, der indes am Samstag noch die 100 m Delfin bestreiten wird. Wie Meichtry liess auch der frischgebackene 200-m-Europameister Paul Biedermann aus Deutschland die 100 m aus.

Wie über 200 m Rücken bedeutete für Martina van Berkel auch über 100 m Delfin der Vorlauf schon Endstation. In 1:01,64 gelang der Zürcherin immerhin eine persönliche Saisonbestzeit, was aber nur zum 29. Platz reichte. Zu ihrem letztjährigen Schweizer Rekord fehlten van Berkel fast zwei Sekunden.

Resultats 30th LEN European Swimming Championships 2010 Budapest, Hungary (August 9 - 15, 2010)

EM 2010 Budapest: Meichtry EM-Siebenter über 200 m Crawl

Unbelohnte Flucht nach vorne

von Valentin Oetterli, Budapest

(VO) Dominik Meichtry befand sich in Budapest im EM-Final über 200 m Crawl während mehr als drei der vier zu absolvierenden Bahnlängen auf Medaillenkurs. Weil ihm aber auf den letzten 50 m die Kraft ausging, resultierte für den St. Galler nur der 7. Platz.

Den ersten Medaillengewinn in seinem erst zweiten Final an einem internationalen Grossanlass auf der Langbahn verpasste der beherzt schwimmende Meichtry, der in deutlicher persönlicher Saisonbestzeit von 1:48,05 anschlug, letztlich um 1,14 Sekunden. Lässt man die Zeiten von 2008 und 2009 weg, als die Auftrieb verleihenden Ganzkörperanzüge erlaubt waren, so war es sogar Meichtrys absolute Bestleistung (zuvor 1:48,49 an der WM 2007 in Melbourne). "Die Zeit geht in Ordnung, doch der Platz ist enttäuschend", befand Meichtry, der davon sprach, "immerhin alles versucht und das Rennen spannend gemacht zu haben".

Tatsächlich zeigte sich der 25-jährige Ostschweizer von seiner angriffigen Seite. Meichtry lag von Beginn weg in Führung, die Hälfte der Distanz passierte er in 51,59 -- nur knapp drei Zehntel über seinem Schweizer Rekord von den Olympischen Spielen in Peking. "Ja, es war fast wie in Peking eine Flucht nach vorne. Nach 140 Metern habe ich realisiert, dass ich noch ganz vorne dabei bin. Nach der letzten Wende begann es aber weh zu tun und auf den letzten 50 Metern ging nichts mehr. Ich versuchte, mich einfach noch so gut wie möglich durchzubeissen", so der Olympia-Sechste, der noch fünf Konkurrenten passieren lassen musste. Zum Landesrekord fehlten ihm am Schluss happige 2,25 Sekunden.

Geschwächt nach Magenverstimmung

"Ohne das jetzt als Ausrede verwenden zu wollen, muss ich trotzdem sagen, dass mich die letzten 48 Stunden wohl zu viel Kraft gekostet haben", sprach Meichtry auch die nicht optimale Vorbereitung an. Am Montag und Dienstag hatte er mit einer Magenverstimmung zu kämpfen und musste er sich mehrmals übergeben. Gestern fühlte er sich zwar bereits wieder "viel besser, aber halt immer noch nicht hunderprozentig fit".

"In den letzten 24 Stunden ging es in erster Linie darum, seine Energiespeicher wieder zu füllen", so der Swiss-Swimming-Arzt Ewen Cameron. Meichtry führte die nötigen Elektrolyte und Kohlenhydrate mit spezieller Babynahrung, von welcher er fast zwei Liter zu sich nahm, und mit viel von Kohlensäure befreitem Coca-Cola zu.

Meichtry als "Final-Oldie"

Meichtry war im Achter-Finalfeld über 200 m Crawl der älteste Schwimmer. Ausser dem deutschen Weltmeister und Weltrekordhalter Paul Biedermann (24), der in 1:46,06 die Goldmedaille gewann, sind alle seine Konkurrenten vier oder mehr Jahre jünger. Der viertplatzierte Russe Daniel Isotow als Jüngster im Finalfeld wird im Oktober sogar erst 19 Jahre alt.

Meichtry sieht sich aber trotzdem im "besten Schwimmalter" und spricht davon, dass "das grosse Fernziel die Olympischen Spiele 2012 in London" sind. Seit letztem Herbst trainiert der Ostschweizer, der in den fünf Jahren zuvor während seines Bachelor-Studiums in Berkeley basiert war, unter den Fittichen des Amerikaners Dave Salo auf dem Gelände der Universität von Southern California (USC).

Salos Trainingsgruppe umfasst die Olympiasieger Kosuke Kitajima (Jap), Oussama Mellouli (Tun) und Rebecca Soni (USA) sowie mehr als ein halbes Dutzend Weltmeister und/oder Weltrekordhalter (u.a. Jessica Hardy/USA, Katinka Hosszu/Un, Markus Rogan/Ö und Mateusz Sawrymowicz/Pol). "Ich habe in Los Angeles hervorragende Trainingsmöglichkeiten. Mit so vielen Top-Schwimmern im Hinblick auf London zu trainieren, ist unglaublich motivierend", so Meichtry. Unmittelbar nach der Enttäuschung im EM-Final sei das alles aber nur ein "kleiner Trost".

Langs zu geringe Steigerung

Neben Meichtry stand am dritten Finalabend in Budapest noch ein weiterer Schweizer im Einsatz. Flori Lang schied allerdings über 50 m Rücken in den Halbfinals als 16. und Letzter sang- und klanglos aus. Dem Zürcher Sprint-Spezialisten gelang im Vergleich zum Vorlauf am Morgen nur eine unbedeutende Steigerung um sieben Hundertstel auf 25,53 -- eine Zeit, die in Langs persönlicher Top 10 auf dieser Strecke nur knapp Aufnahme findet.

Zur Final-Qualifikation wäre eine Zeit von 25,34 nötig gewesen. Zum Vergleich: Langs Schweizer Rekord steht seit letztem Jahr bei 24,75. Noch vor zwei Jahren an den Europameisterschaften in Eindhoven gewann Lang über 50 m Rücken die Silbermedaille. "Ich bin in einer gewissen Verfassung und momentan ist wohl nicht mehr möglich. Damit muss ich mich zufrieden geben. Aber es tut weh", so Lang, der in diesem Jahr wegen Verletzung, Krankheit und intensiviertem Studium eine kaum EM-würdige Vorbereitung durchlebte.

Kurz vor seinem EM-Einsatz gab Lang zudem bekannt, dass er künftig nicht mehr in der Region Zürich, sondern vielmehr in Graz trainieren wird. Dort will er zusammen mit Trainerin Ingrid Flöck die Olympischen Spiele 2012 in London vorbereiten. "Wenn ich endlich einmal zwei Jahre in Ruhe und ohne grosse Probleme trainieren kann, dann schaffe ich den Anschluss nochmals. Ich bin meine besten Zeiten noch nicht geschwommen", ist der 26-jährige Lang überzeugt.

Ivana Gabrilo schied am Mittwoch bereits in den Vorläufen aus. Die Tessinerin wurde über 100 m Rücken in 1:05,05 nur 38. unter 44 Teilnehmerinnen.

Resultats 30th LEN European Swimming Championships 2010 Budapest, Hungary (August 9 - 15, 2010)

The Betst bookmaker bet 365 best odds.
Follow Me
Full Reviw on best bokmaker Ladbrokes by l.artbetting.net
UK Betting sites